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Interview mit Aaron Davis

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Der Illusionist und Magier Aaron Davis, der eigentlich Aiko Bartsch heißt, fing bereits im jungen Alter von 6 Jahren an, sich für die Zauberei zu begeistern und zeigte seine ersten Tricks stolz der ganzen Familie bei einer privaten Geburtstagsfeier. Auch er begann mit dem typischen Zauberkasten und den kleinen Tricks. Doch im Gegensatz zu anderen Kindern, die sich nach zwei, drei Wochen wieder die nächste Beschäftigung suchten, haben ihn die Tricks und die Magie dahinter nicht mehr losgelassen. Er hatte das Bestreben immer besser werden zu wollen und immer neue Tricks dazu zu lernen. Den kleinen Auftritten im privaten folgten schon bald größere, wie etwa der damals vor seiner gesamten Grundschule bei einer Schulfeier.

Heute führt er vor allem Großillusionen auf. Als Mitglied des Magischen Zirkels ist es natürlich oberstes Gebot, dass er keinen der Tricks verrät. Nach nun mittlerweile über 20 Jahren, in denen er sich mit der Zauberei und Illusionen beschäftigt, macht es ihm noch immer Spaß: „Manchmal mehr, manchmal weniger – wie das im normalen Berufsleben eben auch so ist“, verriet er uns im Interview. Im Gegensatz zu manch anderen Magiern, hat er sich alles selbst beigebracht.

Aiko Bartsch führt seine Nummern nicht unter seinem bürgerlichen Namen auf, sondern unter dem Künstlernamen „Aaron Davis“. Er ist schon mächtig im Vorbereitungsstress für seine Show, die er auf dem Oldenburger Kramermarkt vorführen wird. Zum dritten Mal ist er in diesem Jahr dabei. Wer die Show hautnah erleben möchte, der findet Aaron Davis im Nostalgie-Bereich des Kramermarktes bei der Schaubude.
Die Nummer, welche er dem Publikum zweimal täglich (17:45 und 20:00 Uhr, freitags und samstags zusätzlich 21:00 Uhr) präsentieren wird, ist allerdings eine Premiere für ihn. Diese Show hat er selbst noch keinem Publikum präsentiert: Aaron Davis wagt Houdinis‘ gefährliche Entfesselung am brennenden Seil in 10 Metern Höhe. Bei dieser Nummer müssen natürlich bestimmte Auflagen der Stadt eingehalten und diverse Sicherheitszertifikate eingereicht werden. Sollten diese nicht akzeptiert werden, wird es schwierig. Die Nummer wäre aber zum Beispiel auch ohne das Feuer zu machen, falls die Stadt da was gegen sagen sollte. Bei besonders schlechtem Wetter muss dann wohl eine Alternative her.

Wir haben Aiko Bartsch persönlich zum Interview getroffen und Einiges in Erfahrung bringen können:

Du trittst ja nicht unter deinem bürgerlichen Namen auf, sondern unter dem Künstlernamen Aaron Davis.
Warum hast Du Dich ausgerechnet für diesen Namen entschieden?

Aiko Bartsch: Ich mach ja unter anderem auch Großillusionen und da habe ich gedacht „Aiko Bartsch“ – Bartsch ist ja auch eine Schlachterei hier in Oldenburg und wenn ich wie der Schlachter von nebenan heiße, dann ist das ja auch irgendwie blöde. Dann habe ich eben gegoogelt und nach Namen gesucht, ein bisschen rumprobiert, kombiniert und dann bin ich irgendwann auf den Namen „Aaron Davis“ gekommen.

In welchem Alter hat das Interesse für Zauberei bei Dir angefangen?

Aiko Bartsch: Im Alter von 5, 6 Jahren. Also natürlich noch nicht so wie jetzt, mit großen Illusionen. Angefangen hat das mit dem kleinen Zauberkasten und dann habe ich damit eben immer weitergemacht. Also da, wo die meisten das Ding nach zwei oder drei Wochen wegschmeißen und keine Lust mehr haben, habe ich den Ehrgeiz gehabt, weiter zu üben. Nun bin ich 30, also mach ich das jetzt seit gut 25 Jahren.

Hast Du Vorbilder aus dieser Branche?

Aiko Bartsch: Joa, so bisschen David Copperfield, Hans Klok, so die Bekannten halt. Man muss natürlich trotzdem gucken, dass man seinen eigenen Stil findet und eben nicht nur kopiert.

Erinnerst Du Dich noch an deinen ersten Auftritt?

Aiko Bartsch: Grundschule. Obwohl der allererste Auftritt war auf einem Geburtstag, privat. Das ist glaube ich bei jedem so, der anfängt. Der erste größere war dann in der Grundschule bei einer Schulfeier vor der gesamten Schule.

Was macht Dir an deiner Arbeit als Illusionist am meisten Spaß? Was ist für Dich das Schönste an Deinem Beruf?

Aiko Bartsch: Am meisten Spaß macht eigentlich die Mischung aus Allem. Das Vorführen der Tricks, die Zuschauer zu begeistern und zum Staunen zu bringen und auch das Ausdenken oder Erproben neuer Tricks.

Welcher Deiner Tricks kommt beim Publikum besonders gut an?

Aiko Bartsch: Das kann man so gar nicht wirklich sagen, das ist sehr gemischt. Dem einen gefallen die kleinen Tricks besonders gut und dem anderen wieder eher die großen Illusionsnummern. Die Show jetzt auf dem Kramermarkt wird wohl ziemlich gut angekommen.

Ist es heutzutage noch einfach die Zuschauer zu überraschen und zum Staunen zu bringen?

Aiko Bartsch: Nein. Auch wegen der Fernsehshow „Das Supertalent“ und wegen dem Internet. Es gibt ja auch immer welche, die Tricks verraten. Das Niveau ist gestiegen, die Leute wollen was Neues sehen. Das Showgeschäft war ja schon immer nicht leicht und wird auch immer schwieriger.

Hast Du vor Deinen Auftritten immer noch Lampenfieber?

Aiko Bartsch: Nicht mehr so. Bei ganz neuen Sachen bin ich natürlich schon aufgeregt und nervös. Auch beim Kramermarkt bei der neuen Show, die für mich ja auch Premiere ist, werde ich vorm ersten Auftritt denke ich nervös sein, dass alles klappt.

Ist schon mal etwas schief gegangen bei einer Deiner Shows?

Aiko Bartsch: Ja das schon. Zum Beispiel zu der Zeit als meine Mutter noch Assistentin war, schon ein paar Jahre her, ist etwas schiefgegangen. Das war so eine Art Sägenummer, wobei ihr die Fingerkuppe abgesäbelt wurde. Das Publikum hat das glaube ich gar nicht gemerkt, war auch eher am Ende des Acts. Aber sonst mal blaue Flecken oder so, das bleibt nicht aus.

Wie lange dauert es bis eine neue Idee bühnenreif ist?

Aiko Bartsch: Es kann Monate, bei manchen Nummern sogar bis zu mehreren Jahren dauern. Es muss am Ende ja immer noch logisch sein, muss aber dennoch so konzipiert sein, dass man als Zuschauer nicht darauf kommt, wie das jetzt alles genau funktioniert.

Für welche Art von Veranstaltungen kann man Dich buchen?

Aiko Bartsch: Das geht eigentlich in alle Richtungen: Geburtstage, Firmenfeiern, Hochzeiten. Bald habe ich zum Beispiel einen Auftritt bei einer Goldenen Hochzeit, da bin ich mal gespannt.

Was würdest Du Personen raten, die selbst zum Illusionisten bzw. Magier werden wollen? Könnte theoretisch jeder die Tricks erlernen oder braucht man dafür gewisse Fertigkeiten?

Aiko Bartsch: Zaubern kann eigentlich jeder lernen. Ich war selbst nicht auf einer Zauberschule, also habe mir alles selbst beigebracht. Aber das dauert eben länger. Wenn man jemanden hat, der einem alles zeigt oder auch direkt Feedback geben kann, geht das Lernen natürlich leichter. Eines der wichtigsten Dinge ist, dass man mit Herzblut dabei ist. Wenn man die Begeisterung dafür nicht hat, kann da nicht wirklich was daraus werden.

Du bist nun schon seit über 20 Jahren dabei. Gibt es Träume, die Du Dir noch erfüllen möchtest?

Aiko Bartsch: Also, Las Vegas will bestimmt jeder mal einmal auftreten. Auch wenn Anfragen aus dem Ausland kommen sollten, würde ich natürlich nicht Nein sagen und die Chance ergreifen. Aber jetzt bin ich ja erstmal hauptsächlich in Norddeutschland unterwegs.

Aiko Bartsch – Illusionist und Magier aus Oldenburg, ist seit über 20 Jahren mit Herzblut dabei und freut sich jedes Mal wieder darauf, sein Publikum als Aaron Davis zu begeistern und zum Staunen zu bringen. Wann und wo die nächsten Shows stattfinden, kann man jederzeit auf seiner Homepage www.aaron-davis.de nachlesen.

Assistentinnen gesucht

Bei einigen seiner Shows dürfen natürlich auch die Assistentinnen nicht fehlen, die zum Beispiel auf scheinbar unerklärliche Weise verschwinden. Aiko berichtete uns, dass es immer schwieriger sei, Assistentinnen zu finden. Also wer schon immer mal Teil einer spektakulären Show sein wollte, darf sich gerne bei ihm bewerben. Interessierte sollten mindestens 18 Jahre alt sein, da viele seiner Shows in den Abendstunden stattfinden. Das Wichtigste ist natürlich der Spaß daran, auf der Bühne zu stehen und das Publikum zu begeistern. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, sportlich sollte man allerdings sein. Wenn Ihr dann auch noch eine super Ausstrahlung habt, teamfähig und zeitlich flexibel seid, umso besser. Wenn Ihr Euch bewerben wollt, schickt doch einfach ein Motivationsschreiben (mit Foto) an aaron.davis@sv-entertainment.de und überzeugt ihn davon, warum gerade Ihr die passende Assistentin für seine Show seid.

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About Author

Rebekka Ebner

Redakteurin und Leitung Jobbörse

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